»Geschichte«

Begonnen hat das Projekt »Swing & Rock« vor ungefähr 2 1/2 Jahren. Ich müsste allerdings lügen wenn ich sage, ich weiß noch genau wie. Erinnern kann ich mich daran, dass ich plötzlich einen großen Fabel für die moderne Swing und Jazz-Musik hatte. Ich sah zum ersten Mal die DVD "Swing when you're winning" von Robbie Williams, sowie Michael Bublé im TV. Sie hatten Lieder von Frank Sinatra, Tony Bennett und anderen großen Künstler teilweise neu arrangiert und modernisiert. Ich gebe zu und schäme mich auch heute nicht dafür, wenn ich sage, dass ich Williams, Bublè oder andere Musiker wegen Ihrer Stimmen, ihrer Ausstrahlung und der Ideen für ihren Erfolg bewundert habe. Ich glaube, ich war sogar etwas eifersüchtig. Ähnlich wie sie, wollte ich auch eines Tages Menschen durch Gesang beeindrucken und deren Herzen erobern. Da ich damals schon seit 10 Jahren in einer Rock-Coverband tätig war und mein Herz für die Rockmusik schlug und auch heute noch schlägt, kam mir spontan der Gedanke, diese beiden Musikrichtungen zu verbinden. Ich wusste, dass dieser Gedanke eigentlich sehr absurd war und sich noch nie jemand getraut hatte, diese beiden Richtungen wirklich zu kombinieren. Aber wie sagt man so schön: man kann tun und lassen was man will, und ich wusste einfach, dass eine solche Kombination ein gutes Gefühl in mir auslöste.

Ab diesem Moment war mir klar, dass ich ein eigenes Projekt gründen wollte. Ich wusste auch, dass ich keine Ruhe geben würde, bis ich ähnliche Qualitäten in meiner Stimme wiederfinde. Auch das Geschick für Entertainment und gefühlvollen Gesang wollte ich nie wieder in der Musik oder in meinem eigenen Gesang missen. Doch wie drückt man soviel Gefühl aus? Wie schafft man es, so gut zu singen? Ich wußte nur, ich hatte den ganz tiefen Wunsch danach. Ständig kam mir in den Sinn: kann man das überhaupt als Laie oder unerfahrener Musiker in die Praxis umsetzen?

Ich war eigentlich immer ein durchschnittlicher, eher mittelmäßig bis guter Sänger und hatte schnell erkannt - beim Heraushören meiner Wunschlieder - dass ich für mein Projekt an meine gesanglichen Grenzen stoßen werde. Ich fand mehr oder weniger zufällig kurz darauf eine sehr professionelle Gesangslehrerin in Köln, die unter anderem auf diese Gesangsrichtung und Gesangsausdruck spezialisiert war. Bei ihr habe ich erfahren, dass eine gute Stimme nicht unbedingt von perfekten Stimmbändern und einem täglichen Training abhängig ist, sondern dass Herz und Gefühl einen ganz großen Anteil daran haben. Das war eine neue und sehr positive Erfahrung für mich, ebenso dass alles so schnell ging und von ganz alleine passierte. In dieser professionellen Ausbildung befinde ich mich auch heute noch und werde sie bald abschließen können. Doch die Geschichte geht weiter.
Nach Beginn meines Gesangsunterrichts ging ich dann wochenlang auf Musiker-Werbe-Tour, während dessen ich sehr interessante Menschen und Musiker kennen lernte. Von einigen bekam ich eine spontane Zusage, bei anderen musste ich etwas mehr Überzeugungsarbeit leisten. Bis zur fertigen Formierung der heutigen Band vergingen einige Monate. Diese Zeit war natürlich auch von zahlreichen Rückschlägen und Musikerwechseln geprägt. Heute erkenne ich, dass dies auch seinen bestimmten Grund hatte. Gelernt habe ich in dieser Zeit, dass Rückschläge dazugehören, und dass man aus ihnen sehr viel Gutes gewinnen kann. Zum Beispiel, seinen Traum nie aufzugeben und den Weg dahin mit Freude, Spaß und vor allen Dingen mit Vertrauen zu leben, nicht mit Ehrgeiz, Verbissenheit oder Angst zu versagen. Ich gebe allerdings zu, dass ich sehr oft an meine Grenzen diesbezüglich geraten bin. Das war nicht schlimm und ich bin im Nachhinein sogar dankbar dafür. Heute haben wir eine super Truppe zusammen, die Proben machen sehr viel Spaß und sind immer etwas Besonderes. Auf die Gewinnung meiner Musiker bin ich besonders stolz. Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass es mir mittlerweile eine Ehre ist, mit solch begnadeten und lieben Menschen Musik zu erleben. Nach zahlreichen Proben, vor allen Dingen in den Monaten vor unserer Premiere, ist es uns sehr gut gelungen, zum Teil technisch sehr schwierige Lieder neu zu arrangieren und umzuschreiben. Dafür ein großes Lob an meine Musiker, vor allem an Martin Schäfer.

Ebenso bin ich sehr froh, ein starkes Team hinter meinem Rücken zu haben, egal ob es Technik, Licht oder sonstiges betrifft. Nicht zuletzt ist auch ein gutes Management sehr wichtig, denn von irgendwas müssen Musiker ja auch leben. Ohne Geld und professionelle Planung lässt sich leider heutzutage ein solches Projekt nicht in die Tat umsetzen. Dafür Danke an unseren Manager Dietmar Tures.

Mein größter Wunsch ist, dass jeder, der das Konzept »Swing & Rock« (Lyrics) "live" erlebt (und ich hoffe dass es sehr viele werden), erkennt, dass die Musik sehr viele positive Botschaften für uns bereithält. Wir müssen uns nur öffnen und richtig hinhören.

Zum Schluss soll noch erwähnt sein, und das ist mir ganz wichtig, dass sich der ursprüngliche Grund warum ich »Swing & Rock« einmal gründen wollte, sich gravierend geändert hat! Meine neuen Absichten möchte ich nicht unbedingt erklären, sondern verspreche, dass dies bei einem Live-Konzert deutlich herauskommen wird. Ein Dankeschön unter anderem dafür an Heinz Schoel. Ich wünsche jedem Musiker, der von Herzen Musik macht und jedem Musik-Projekt, welches aus Idealismus betrieben wird, großen Erfolg!

Rainer Tures (Oktober 2007)
Projektleiter und Sänger